geschütztes LOGO der Klosterruine in Lindow Kloster Lindow  

                                              NEWSLETTER beantragen oder abbestellen                                         

Start   Friedrich-Justus-Perelshaus   Garten des Buches   Termine

 

Spenden   Geschichte   Historische Foto/Filme   LINKS   Impressum

 

Geschichte des Klosters

1334 wird Kloster Lindow erstmalig urkundlich erwähnt. Die Arnsteiner bestimmten Lindow – neben dem Dominikanerkloster Neuruppin – zu ihrem Hauskloster und statteten es mit Landbesitz und Einkünften aus. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts suchten viele Menschen – aus tiefer Frömmigkeit und wirtschaftlichem Sicherheitsdenken – Schutz in Klöstern. Manche fanden dort Möglichkeiten, sich und andere zu bilden. In Lindow unterhielt das Kloster zudem ein Hospital und ein Beginenhaus. Das Kloster besaß das Patronatsrecht über fünfzehn Mutter- und sechs Filialkirchen, darunter die 1547 gegründete Lindower Stadtkirche.

Nach der Reformation erfolgte 1541 die Visitation des Klosters. Der Konvent trat zum neuen Glauben über und wandelte sich in ein evangelisches Damenstift um. Die kurfürstliche Domänenverwaltung übernahm das Klostergut und führte es als Amt Lindow weiter. 1551 gehörten dem Stift die Domina und fünfzehn Konventualinnen an.

Am 18.10.1638 zerstörten kaiserliche Truppen des Feldmarschalls Gallas einen großen Teil des Klosters und vernichteten dabei das Klosterarchiv. Das seit 1696 Hochadelige Fräuleinstift, dem zeitweilig neben der Domina nur noch vier Stiftsdamen angehörten, musste seinen Besitz verkaufen. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts erlangte das Stift wieder wirtschaftliche Stabilität. 1875 wurde es in das Landesherrliche Fräuleinstift Kloster Lindow umgewandelt, dem eine Oberin vorstand.

Theodor Fontane schrieb in dem ersten, der Grafschaft Ruppin gewidmeten Band seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein Kapitel über Lindow. Außerdem erwähnte er in seinem Roman „Der Stechlin“ das „Kloster Wutz“, dem das Lindower Kloster als Vorbild diente.

1946 erfolgte die Veränderung des Damenstifts in das Evangelische Stift Kloster Lindow. Auf dem Stiftsgelände entstand 1947 ein Altenpflegeheim. Im Jahr 2000 fand die Einweihung des Evangelischen Seniorenheims Kloster Lindow statt. Seit 1947 vermietet das Stiftskapitel in den Häusern auf dem Klostergelände Wohnungen an Familien, die in einer christlichen Gemeinschaft geborgen sein wollen.

Das Friedrich Justus Perelshaus

Als Tagungshaus der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg 1954-56 erbaut, erfüllte es jedoch nie seine Aufgabe, sondern wurde 1956 als Feierabendheim genutzt, anschließend als Hoteldependance, danach Leerstand. Mit Mitteln des Landes Brandenburg und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erfolgte eine Hüllensanierung. Gegenwärtig wird es zu einer Justus-Perels-Gedenkstätte mit Bibliothek und Wohnungen umgebaut.